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Mars
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Chairman Stephen Badger über Unternehmensführung, das Leben und wichtige Lektionen
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Transparenz ist im Umgang mit Partnern und Konsumenten unabdingbar
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Die Verantwortung für eines der größten Familienunternehmen der Welt zu übernehmen, ist keine leichte Aufgabe – vor allem, wenn dieses Unternehmen auf eine 106-jährige Geschichte zurückblickt. Chairman Stephen Badger und seine Kollegen im Vorstand nehmen diese Herausforderung ernst. Badger spricht hier über die Herausforderungen und Belohnungen seiner Rolle und über die Zukunft des Unternehmens.  

Die Karten offen auf den Tisch legen: 

Über 100 Jahre lang konzentrierte sich das Unternehmen auf die Kommunikation über die Marken – ein Job, der angesichts ihrer weltweiten Beliebtheit gut erledigt wurde. Historisch gesehen gab es keine offensichtlichen Gründe dafür, über das Unternehmen zu sprechen, und die Familie wollte nie im Rampenlicht stehen. Aber die Zeiten haben sich geändert. „Konsumenten möchten nicht nur mehr über die Marken erfahren, die sie kaufen, sondern auch über das Unternehmen, das dahinter steht“, sagt Badger. „Es gibt eine Reihe von Problemen, die unser Unternehmen direkt bedrohen, ebenso wie die Gesellschaft und den ganzen Planeten. Wir fühlen uns verpflichtet, einen Beitrag zur Lösung dieser Probleme zu leisten. Dazu gehört auch, öffentlich über unsere Haltung zu diesen Themen zu sprechen und mit anderen in Kontakt zu treten, um die Probleme anzugehen.“ 

Über die Vorteile von Mars, Incorporated als Privatunternehmen: 

„Als Privatunternehmen haben wir mehr Kontrolle über unser eigenes Schicksal. Außerdem verschafft es uns einen Wettbewerbsvorteil, da wir wissen, wer unsere Shareholder sind“, sagt Badger. „Wenn nötig, würden sie alle zusammen in einen kleinen Raum passen. Das Management kann also direkt und unmittelbar mit den Shareholdern in Kontakt treten, was uns die Möglichkeit gibt, schnell Entscheidungen zu treffen. So können wir unseren eigenen Weg gehen, unsere eigene Zukunft gestalten und wirklich langfristig investieren.“  

Sein Rat für Familienunternehmen: 

Die Arbeit mit der Familie bringt viele Vorteile mit sich – aber auch viele Herausforderungen. Mit über einem Jahrhundert im Geschäft hat die Mars Familie ein paar Dinge gelernt. „Wenn ich anderen Familienunternehmen einen Rat geben sollte, wäre es dieser: Finden Sie heraus, welche Werte Sie miteinander verbinden“, sagt Badger. Wenn es zu Konflikten kommt, wendet sich die Mars Familie den Fünf Prinzipien des Unternehmens zu. „Diese Prinzipien bringen uns wirklich zusammen“, meint Badger. „Wenn Meinungsverschiedenheiten auftreten, wie sie in jeder Familie vorkommen, zeigen uns die Prinzipien, worauf wir uns konzentrieren müssen, ... und helfen uns, gemeinsame Ansätze zu finden, auch wenn wir verschiedener Meinung sind.“ Darüber hinaus empfiehlt er, angemessene Verwaltungsstrukturen einzurichten und dann sicherzustellen, dass die besten Mitarbeiter eingesetzt werden. „In vielen Fällen kann das die Familie sein, in vielen aber auch nicht“, sagt er.  

Über die digitale Transformation des Unternehmens: 

„Wir müssen fortlaufend über die sich ändernden Verhaltensweisen von Konsumenten nachdenken, nicht nur bezogen darauf, was sie kaufen möchten, sondern auch wo sie es kaufen und wie sie davon erfahren möchten“, sagt Badger. „Die Möglichkeit, mit Menschen ins Gespräch zu kommen, ist etwas, worüber wir uns sehr freuen. Ich denke, das ist der nächste Entwicklungsschritt in Bezug auf das, was wir versuchen, und das finde ich wirklich spannend.“ 

Über Herausforderungen an das Unternehmen: 

Laut Badger ist das größte Problem, mit dem Mars – und alle anderen Unternehmen – konfrontiert sind, das Ausmaß der Störungen heutzutage. Er rät zu einem schrittweisen Vorgehen. „Ich denke, die erste Herausforderung besteht darin, die auftretenden Störungen – so gut es geht – zu verstehen“, sagt er. „Der zweite Schritt besteht darin, herauszufinden, welche Veränderungen vorgenommen werden müssen. Und der dritte ist, das richtige Tempo zu finden – gerade in einem großen Unternehmen. Wir sind gespannt auf dieses Gespräch und darauf, uns anzusehen, wie wir kleine, flexible Teams aufbauen; wie wir schnell aus Fehlern lernen; wie wir Gelerntes teilen; und wie wir den nächsten Schritt machen und unser Unternehmen so schnell wie möglich in die Zukunft führen.“  

Über eine nachhaltige Zukunft: 

2017 kündigte Mars eine Investition von 1 Milliarde US-Dollar in sein Projekt „Sustainable Generation“ an, welches das Ziel verfolgt, die CO2-Bilanz von Mars bis 2025 um mehr als 60 Prozent zu senken. „Mars hat mir die Augen geöffnet und mir gezeigt, dass Unternehmen für die Lösung der heutigen Probleme nicht nur wichtig sind, sondern absolut entscheidend. Das Ausmaß der Probleme, mit denen der Planet konfrontiert ist, ist so groß, dass Unternehmen im Mittelpunkt dieses Dialogs und bei der Bewältigung dieser Probleme stehen müssen. Das Ziel ist es, unsere Auswirkungen zu minimieren, sei es als Einzelperson oder als Unternehmen“, sagt Badger.

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