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Mars
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Mars erreicht eine entwaldungsfreie Palmöl-Lieferkette mit dem „Palm Positive Plan“
  • Mit seinem „Palm Positive Plan“ vereinfacht Mars seine Lieferkette grundlegend und ermöglicht entwaldungsfreies Palmöl
  • Der Meilenstein „entwaldungsfrei“ von Mars basiert auf strenger Kartierung, Steuerungsprozessen und Monitoring
  • Durch eine grundlegende Vereinfachung seiner Lieferkette macht Mars diesen Fortschritt möglich; Mars wird bis 2021 die Anzahl der Palmöl-Mühlen von 1.500 auf weniger als 100 reduzieren und ist auf dem Weg, diese Zahl bis 2022 weiter zu halbieren
  • Chief Executive Officer Grant Reid sieht „transformatorische Veränderungen“ als entscheidend an, um "defekte" Lieferketten und globale, ökologische und soziale Herausforderungen anzugehen
  • Der entschlossene Ansatz veranschaulicht den schrittweisen Wandel, der zur Bewältigung massiver globaler Herausforderungen erforderlich ist, und baut auf dem „Sustainable in a Generation“-Plan von Mars auf, der eine Milliarde Dollar umfasst

Mars, Incorporated gibt bekannt, dass der „Palm Positive Plan“ eine entwaldungsfreie Palmöl-Lieferkette geschaffen hat. Das ist ein bedeutender Meilenstein in Mars Bemühungen, die Entwaldung zu bekämpfen und die Achtung der Menschenrechte voranzubringen. Dieser Fortschritt kommt zu einem Zeitpunkt, in dem die Welt von globalen Unternehmen fordert, entschieden zu handeln: zum Aufbau einer besseren, gerechteren Gesellschaft und zur Bekämpfung der systemischen Schwachstellen und Ungleichheiten, die durch die COVID-19-Pandemie aufgedeckt wurden.
 
Die entwaldungsfreie Lieferkette ist ein Ergebnis des ehrgeizigen „Palm Positive Plan“ von Mars, der im September 2019 startete. Im Rahmen des „Palm Positive Plan“ hat Mars die Zahl seiner Bezugsquellen grundlegend reduziert und längerfristige Verträge nur an Lieferanten vergeben, die sich zu Mars ökologischen, sozialen und ethischen Erwartungen verpflichten können. Mars vereinfacht seine Palmöl-Lieferkette und reduziert bis 2021 die Anzahl seiner Mühlen von 1.500 auf weniger als 100 und ist auf dem Weg, diese Zahl bis 2022 weiter zu halbieren.

Grant Reid, Chief Executive Officer bei Mars Incorporated, ist der Ansicht, dass ein transformativer Ansatz entscheidend dazu beitragen wird, globale, ökologische und soziale Herausforderungen zu bewältigen.
 
„Lieferketten – die Motoren hinter der globalen Wirtschaft – sind defekt. Die Pandemie hat dies noch deutlicher gemacht und die systemischen Schwachstellen aufgezeigt, die sich auf die Akteurinnen und Akteure entlang der Lieferketten sowie die Gesundheit unseres Planeten auswirken. Ebenso hat Covid-19 deutlich gemacht, dass es eine dringende Notwendigkeit für die Wirtschaft gibt, die Strategien und Praktiken im Einkauf und in den Lieferprozessen zu reformieren. ‚Business as usual‘ wird den notwendigen Wandel nicht vorantreiben.
Die Wirtschaft kann – und muss – ein mächtiger Motor für soziale und ökologische Veränderungen sein, um widerstandsfähige, zuverlässige Lieferketten und eine gerechtere und nachhaltigere Welt zu schaffen“, so Grant Reid.

Kürzere, transparentere Lieferketten schaffen

Barry Parkin, Chief Procurement and Sustainability Officer bei Mars, ist der Ansicht, dass die grundlegende Umgestaltung der Palmöl-Lieferkette eine Blaupause und ein Katalysator für sektorweite Veränderungen sein kann.
 
„Viele Jahre lang haben sich Unternehmen mit komplexen und undurchsichtigen Palmöl-Lieferketten auseinander gesetzt. Inzwischen ist klar, dass dies nicht ausgereicht hat, um sicherzustellen, dass Entwaldung oder Menschenrechtsverletzungen verhindert werden. Durch eine grundlegende Vereinfachung unserer Palmöl-Lieferkette, die Zusammenarbeit mit einer kleineren Gruppe von Lieferanten sowie strenge Kartierung, Steuerungsprozesse und Monitoring, können wir die Abholzung der Wälder verhindern und bei der Achtung der Menschenrechte weitere Fortschritte machen.“
 
„Die Reise sollte hier nicht enden. Wir bei Mars haben einen bedeutenden Meilenstein erreicht – aber um diesen Einfluss über unsere eigenen Lieferprozesse hinaus auszuweiten, fordern wir unsere Lieferanten auf, diese Prinzipien auf das gesamte Palmöl anzuwenden, das sie beziehen und nicht nur auf das, was sie an uns liefern. Durch diese Maßnahme – und wenn diese von anderen übernommen wird – können wir einen Wendepunkt erreichen, um systemische Veränderungen in der gesamten Palmöl-Industrie voranzutreiben“, fuhr Barry Parkin fort.
 
Mars verwendet Satellitenkarten zur Überwachung der Landnutzung, die im Rahmen seiner Partnerschaft mit Earth Equalizer/Aidenvironment geprüft und validiert werden. Das gibt Mars die Möglichkeit, evidenz-basierte Maßnahmen zu ergreifen, um seine Lieferanten und Palmöl-Mühlen zu vereinfachen und auszuwählen.
 
Ein Beispiel hierfür ist die Lieferkette von Mars im asiatisch-pazifischen Markt: Mars bezieht den Rohstoff nun von UniFuji – einer Partnerschaft zwischen United Plantations und Fuji Oil – wodurch der Betrieb von 780 Mühlen auf nur noch eine reduziert wurde. Dies wurde durch ein 1:1:1-Modell erreicht – das bedeutet, dass die Ölpalme auf einer Plantage angebaut und nur durch eine Mühle sowie eine Raffinerie verarbeitet wird, bevor sie Mars erreicht.
 
Mars und UniFuji setzen sich für eine für Mensch und Umwelt gleichermaßen positive Rohstoffgewinnung ein. Dies wurde zum Model, auf dem Mars seine vereinfachte Lieferkette, Region für Region weltweit aufgebaut hat. 
 
Achtung der Menschenrechte fördern und Lebensgrundlagen von Kleinbäuerinnen und -bauern verbessern

Diese vereinfachte Lieferkette hat zwischen Mars und seinen Lieferanten ein kooperatives, langfristiges Engagement für die Menschenrechte ermöglicht. Im Jahr 2017 hat Mars zusammen mit Verité, seinem globalen Partner für Menschenrechte, und dem Lieferanten Wilmar untersucht, wie Unternehmen in der gesamten Palmöl-Lieferkette Menschenrechtsrisiken besser verstehen, angehen und verhindern können. Die daraus resultierende Fallstudie wurde soeben veröffentlicht. Durch diese Zusammenarbeit unterstützt Mars die Schaffung eines Open-Source-Ansatzes, der Unternehmen bei der Auseinandersetzung von Menschenrechtsfragen in der erweiterten Palmöl-Lieferkette unterstützt.

Die Zusammenarbeit vor Ort mit vertrauenswürdigen Partnern ist entscheidend, um einen Weg für eine erfolgreiche, nachhaltige kleinbäuerliche Landwirtschaft und das Management natürlicher Ressourcen zu ebnen. Das Unternehmen arbeitet auch daran, Kleinbäuerinnen und -bauern in Grenzgebieten durch seine aktive Mitgliedschaft und die Finanzierung des Landschaftsprogramms der Earthworm Foundation in der indonesischen Provinz Aceh zu unterstützen. Damit möchte Mars helfen, Landschaftsschutzpläne auf Gemeindeebene zu erstellen, die Fähigkeiten von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern auszubauen und ihnen alternative Erwerbsgrundlagen zu eröffnen. Im Jahr 2018 gründete Mars gemeinsam mit Conservation International und anderen Organisationen die Koalition für nachhaltige Existenzsicherung („Coalition for Sustainable Livelihoods”). Ziel dieser Koalition ist es, vereinzelte Ansätze innerhalb geographischer und rechtlicher Zuständigkeitsbereiche zusammenzuführen, um eine entsprechende Skalenwirkung zu erzielen. Mars engagiert sich außerdem im Lenkungsausschuss „Verified Sourcing Area“ der Sustainable Trade Initiative (IDH).

Der “Palm Positive Plan” baut auf der Arbeit von Mars mit dem Consumer Goods Forum auf. Mars möchte damit seine Theorie des Wandels vorantreiben, wobei der Schwerpunkt darauf liegt, systemische Veränderungen durch Lieferkettenmanagement voranzutreiben und den Einfluss über die eigenen Lieferprozesse hinaus auszuweiten. Der „Palm Positive Plan“ ist Teil von Mars „Sustainable in a Generation“-Plan, in den das Unternehmen eine Milliarde US-Dollar investiert. In diesem Rahmen setzt sich Mars dafür ein, die Entwaldung und Zerstörung bei den fünf Rohstoffen zu stoppen, bei denen die größten Risiken für eine fortwährende Entwaldung bestehen: Rindfleisch, Kakao, Palmöl, Zellulose und Papier sowie Soja. Mars ist der Ansicht, dass eine entwaldungsfreie Lieferkette bei jedem dieser Rohstoffe eine kontinuierliche Kartierung, Steuerungsprozesse und Monitoring erfordert.
 
Justin Adams, Executive Director der Tropical Forest Alliance sagt: „Ich begrüße die Fortschritte, die Mars mit der entwaldungsfreien Palmöl-Lieferkette erreicht hat. Dies ist ein Beweis für die harte Arbeit und das Engagement des Unternehmens in den vergangenen zehn Jahren. Wir müssen dafür sorgen, dass sich mehr Unternehmen die Philosophie hinter dem von  Mars entwickelten Modells – Kartierung, Steuerungsprozesse und Monitoring – zu eigen machen. Aber der heutige Erfolg von Mars zeigt auch die Grenzen des Vorangehens Einzelner auf. Wir können die Entwaldung nur stoppen, wenn wir an den wichtigsten Produktionsorten und im gesamten Sektor kollektiv zusammenarbeiten. Ich fühle mich ermutigt durch Mars Engagement für kollektives Handeln sowohl an den Produktionsorten, als auch durch die Arbeit der Forest Positive Coalition im Rahmen des Consumer Goods Forum.“

Weitere Informationen über den „Palm Positive Plan“ von Mars und die Fortschritte finden Sie unter: https://www.mars.com/about/policies-and-practices/palm-oil-policy.