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Investitionen in unsere Zukunft
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Wir tragen die Verantwortung für den Schutz unserer Zukunft
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Dieser von unserem Chief Procurement & Sustainability Officer, Barry Parkin, verfasste Artikel erschien ursprünglich in unserem Bericht über den Sustainable in a Generation Plan 2017-2018. Klicken Sie hier, um den vollständigen Bericht zu lesen.

Uns war schon immer bewusst, dass vorwettbewerbliche Partnerschaften entscheidend sind, um die erforderlichen Änderungen maßstabgerecht umzusetzen. Deshalb haben wir im vergangenen Jahr umfangreich in den Ausbau bestehender und den Beginn neuer Partnerschaften investiert.

 

Eine wichtige Partnerschaft ist der Livelihoods Fund for Family Farming, den wir 2015 zusammen mit Danone und anderen gegründet haben. Ziel dieses Fonds ist es, 120 Millionen Euro in den Aufbau nachhaltiger Landwirtschaftsprojekte zu investieren, die das Einkommen der Kleinbauern verbessern und zugleich auch die Lebensmittelsicherheit gewährleisten und die Ökosysteme wiederherstellen sollen. Mit dem Livelihoods Fund möchten wir 200.000 landwirtschaftliche Betriebe unterstützen. Wir haben derzeit drei Projekte, die seit mehr als einem Jahr laufen, und weitere vier Projekte in der Vorbereitung.

Ich hatte kürzlich die Gelegenheit, die Umsetzung dieses Projekts bei einem Besuch bei Vanillebauern in Madagaskar live zu erleben. Bereits nach nur einem Jahr ist deutlich, dass der Livelihoods Fund und der Ansatz dieser Initiative spürbare Veränderungen vor Ort bewirken. Dank der Verbesserung ihrer Anbaumethoden und ihrer Einbeziehung in die nächste Stufe der Lieferkette sind die Landwirte auf dem besten Weg, ihre Erträge um ganze 300 Prozent zu steigern. Unsere zehnjährige Verpflichtung in Bezug auf die Beschaffung bedeutet, dass die Landwirte mit Sicherheit investieren können und wir mit hoher Wahrscheinlichkeit für bis zu 3.000 Produzenten und rund 12.000 Familienmitglieder einen sicheren Lebensunterhalt schaffen werden.

Eine unserer größten Herausforderungen ist die durch die Ausweitung der Landwirtschaft verursachte Abholzung. Im Bereich Kakao haben wir uns mit unseren Branchenkollegen in der World Cocoa Foundation zusammengetan. Dabei wurde eine bahnbrechende öffentlich-private Partnerschaft, die sogenannte Cocoa and Forests Initiative  aufgebaut, um die Abholzung in Ghana und in der Elfenbeinküste zu beenden. Dank nachdrücklicher Maßnahmen und Investitionen der Regierung und der Wirtschaft hat diese Initiative das Potenzial, die durch die Landwirtschaft in diesen Ländern verursachte Abholzung aufzuhalten. Sie dient als Beispiel dafür, was in anderen Ländern und mit anderen Rohstoffen möglich sein kann.

Wir haben eine neue, langfristige strategische Partnerschaft mit Verité, einer führenden Menschenrechtsorganisation, auf den Weg gebracht. Diese hat zum Ziel, die Wirkung unserer Menschenrechtsprogramme zu verstärken, indem wir über unsere eigenen Betriebe hinweg mit unseren Lieferanten der ersten Ebene bis zum äußersten Ende der erweiterten Lieferketten arbeiten. Außerdem haben wir das Farmer Income Lab ins Leben gerufen. Der gemeinsame „Think-Do-Tank“ soll Wege aufzeigen, wie die Einkommen von Kleinbauern erhöht werden können. Die ersten Ergebnisse und Erkenntnisse der Forschungsarbeiten im Labor, die in Zusammenarbeit mit Oxfam, der Universität Wageningen in den Niederlanden und der Dalberg Group durchgeführt wurden, wurden im Jahr 2018 veröffentlicht.

Ein weiterer sehr wichtiger Partner ist die Ellen MacArthur Foundation, mit der eine frühe Partnerschaft in der New Plastics Economy (Neue Kunststoffwirtschaft) bestand. Wir unterstützen die Bemühungen der Stiftung, indem wir auf den Einsatz von 100 Prozent recyclebaren Verpackungen bis zum Jahr 2025 hinarbeiten. Die Verwendung von weniger Kunststoffverpackungen, die Reduzierung von Plastikverpackungsabfällen und eine höhere Recyclingfähigkeit unserer Kunststoffverpackungen haben für mein Team und mich höchste Priorität. Uns ist bewusst, dass wir in diesem Bereich noch viel zu tun haben. Um den Fortschritt zu beschleunigen, haben wir daher unsere Investitionen und Ressourcen erhöht.

Hinsichtlich der Wasserknappheit haben wir einige gute Fortschritte erzielt, insbesondere bei Reis, wobei wir uns vor allem auf unsere Bemühungen in Pakistan, Spanien und in den USA konzentrieren. Das ist zwar ein guter Anfang, doch es gibt noch viel mehr zu tun. Da sich der Klimawandel weltweit auf die Beschaffungsregionen auswirkt, werden wir mit zunehmenden Risiken konfrontiert.

Bei unseren Bemühungen, das Wohlbefinden zu fördern, haben wir unseren branchenführenden Ansatz für verantwortungsbewusstes Marketing weiterentwickelt. In diesem Sinne haben wir ein verbessertes System zur Messung der Einhaltung unseres Mars Marketingkodex eingeführt, der auch eine solide Bewertung durch Dritte beinhaltet. Unsere führende Rolle in diesem Bereich wurde 2018 mit dem ersten Platz in der Marketing-Kategorie des Global Access to Nutrition Index (ATNI) öffentlich gewürdigt. Wir arbeiten zudem mit einer Reihe von gleichgesinnten Partnern zusammen, um höhere Industriestandards, insbesondere im aufstrebenden Bereich der digitalen Selbstregulierung, durchzusetzen.

Fortschritte können wir auch bei der Verpflichtung zur Verbesserung und Erweiterung der Produktangebote verzeichnen, die wir unseren Konsumenten bieten, um ihr Wohlbefinden zu unterstützen. Wir haben erhebliche Investitionen in Innovationen getätigt, um dem Wunsch der Konsumenten nach natürlichen Inhaltsstoffen nachzukommen. Der Fokus liegt dabei auf der Entwicklung und Förderung der regulatorischen Zulassung von neuen, natürlichen Farbstoffen in verschiedenen Märkten.

Durch diese Initiativen, sowie durch interne Programme, unter anderem zur Unterstützung der Gesundheit und des Wohlbefindens unserer Mitarbeiter, konnten wir unser globales ATNI-Gesamtergebnis um 55 Prozent steigern: von 3,6 (von 10) im Jahr 2016 auf 5,6 im Jahr 2018.

Unser Sustainable in a Generation Plan ist direkt mit unseren Unternehmenszielen verbunden. Deshalb investieren wir in den ersten drei Jahren mehr als 1 Milliarde US-Dollar, um mit der Umsetzung unserer Ziele zu beginnen. Uns ist bewusst, dass die vollständige Verwirklichung unseres Plans Jahrzehnte in Anspruch nehmen wird und wir in den ersten Jahren bei einigen Zielen möglicherweise keine schnellen Fortschritte sehen werden. Wir werden unseren eingeschlagenen Weg jedoch entschlossen fortsetzen. Im ersten Jahr ging es darum, die Transformation unserer Lieferketten für Rohstoffe einzuleiten und dabei das, was bereits funktioniert, zu beschleunigen, eine Reihe von wichtigen Partnerschaften aufzubauen und darin zu investieren sowie neue Ansätze zu erproben. In den nächsten Jahren werden wir eine erhebliche Verstärkung unserer Aktivitäten und der Auswirkungen vor Ort erleben.

Mit freundlichen Grüßen

Barry Parkin

 

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