Eyebrow
Von Grant Reid, CEO/Office of The President bei Mars, Incorporated
Heading
Wir verstärken unsere Aktivitäten, weil die Gesellschaft auf uns zählt
Subheading
Maßnahmen zur Nachhaltigkeit ergreifen
Body

Von Grant Reid, CEO/Office of The President Mars, Incorporated

Es ist wichtiger denn je, dass bedeutende Maßnahmen und Partnerschaften zwischen Unternehmen, Regierungen und NGOs geschlossen werden. Die Gesellschaft zählt beim Ergreifen von Maßnahmen auf diejenigen, die Führungsverantwortung tragen, um die großen Herausforderungen unserer globalen Gemeinschaft zu lösen, darunter Klimawandel, Armut, Fettleibigkeit, Wasserknappheit und Schäden an den Ökosystemen der Welt. 

Als Mars im Jahr 2017 den „Sustainable in a Generation Plan“ einführte, hat sich das Unternehmen verpflichtet 1 Milliarde US-Dollar in die Realisierung von Nachhaltigkeitszielen zu investieren. Bei diesem Plan geht es darum, dass wir unseren Teil dazu beitragen, unsere Ziele zu erreichen und innovative Wege für die Geschäftsabwicklung zu finden. Dies sichert unsere Zukunft für die kommenden Generationen.

Wie der Name des Plans andeutet, ist dies keine schnelle Lösung, und es wird nicht einfach sein, unsere Ziele zu erreichen. Wir sind jedoch fest entschlossen, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen und transparent über unsere Fortschritte zu berichten. Im Mittelpunkt dieses Plans steht eine grundlegende Transformation, die unseren Nachhaltigkeitsfokus über unser operatives Geschäft hinaus auf die globalen Lieferketten erweitert, die als Motor für sämtliche Unternehmen dienen. 
 

Wir glauben allerdings, dass dieser Motor kaputt ist. Die globalen Lieferketten bieten keine universellen Möglichkeiten, um einen angemessenen Lebensunterhalt zu verdienen, und viele sind anfällig für Menschenrechtsrisiken. Obwohl zahlreiche Unternehmen wie Mars bereits jahrelang daran arbeiten, diese Herausforderungen zu meistern, sind die bisher erzielten Fortschritte nicht ausreichend. Es ist klar, dass wir die Rohstoffbeschaffung überdenken müssen, um unsere natürlichen Ressourcen zu schützen und auch zukünftigen Generationen von Landwirten einen Weg für ein besseres Leben zu ermöglichen. 

Eine verantwortungsbewusste und nachhaltige Beschaffung ist der Schlüssel zu unseren Nachhaltigkeitsambitionen. Und ehrlich gesagt: Hier können wir den größten Beitrag zur Verbesserung der ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit leisten. Zu diesem Zweck haben wir die Rolle unseres Chief Sustainability Officer, Barry Parkin, erweitert, um die Kontrolle von Beschaffung und Nachhaltigkeit einzubeziehen. Wenn wir diese Strategien sinnvoll miteinander verbinden, können wir die Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt unseres kommerziellen Geschäfts stellen, nämlich bei der Beschaffung der Materialien für die Herstellung unserer Produkte. 

Nach einer gründlichen Beurteilung des  „Fußabdrucks“ unserer Lieferkette konzentrieren wir unsere Arbeit zunächst auf 10 Rohstoffe, die die größten Auswirkungen auf die Umwelt und die Gesellschaft haben: Reis, Fisch, Rindfleisch, Soja, Palmöl, Zellstoff und Papier, Kakao, Minze, Milchprodukte und Zuckerrohr. 

Wir haben im vergangenen Jahr für jeden Inhaltsstoff neue Beschaffungsstrategien erarbeitet – ein Modell, bei dem wir versuchen, mit weniger Zwischenschritten mit den Landwirten oder landwirtschaftlichen Kooperativen zusammenzuarbeiten. Ziel ist es, längerfristige Beziehungen zu diesen Lieferanten aufzubauen, indem sie qualitativ hochwertige Inhaltsstoffe aus nachhaltiger Beschaffung zu einem guten Preis liefern. 

Unsere ersten Arbeiten mit Basmatireis sind ein gutes Beispiel dafür. Wir sind eine Partnerschaft mit mehr als 600 Bauern und landwirtschaftlichen Organisationen in Pakistan eingegangen, um dieses neue Einkaufsmodell ins Leben zu rufen. Zu den Resultaten zählen: eine Reduzierung des Wasserverbrauchs um 30 Prozent, eine Steigerung der Einkommen der Landwirte um 30 Prozent und eine Kostensenkung für unser Unternehmen von 30 Prozent. Wir investieren die Hälfte dieser Einsparungen in die Arbeit mit den Bauern vor Ort wie zum Beispiel in solide landwirtschaftliche Praktiken. Es ist genau die Art von gegenseitiger „Win-Win-Situation“, die wir anstreben und die unseres Erachtens das Ergebnis zukünftiger Beschaffungsstrategien sein muss. 

Ein weiteres Beispiel stellt unsere Zusammenarbeit mit dem Fonds „Livelihoods Fund for Family Farming“ dar, den wir zusammen mit Danone und weiteren Unternehmen im Jahr 2015 gegründet haben. Dieser Fonds investiert 120 Millionen Euro in den Aufbau nachhaltiger Landwirtschaftsprojekte, die das Einkommen der Kleinbauern verbessern und zugleich auch die Lebensmittelsicherheit gewährleisten und die Ökosysteme wiederherstellen sollen. 

In Madagaskar haben wir zum Beispiel im letzten Jahr mit Vanillebauern zusammengearbeitet, und dieser Ansatz ist der richtige Weg, die Einnahmen der Bauern zu steigern sowie nachhaltige Anbaupraktiken mit langfristigen Verpflichtungen zum Kauf ihrer Vanille zu fördern.   

Im ersten Jahr nach Einführung des Sustainable in a Generation Plan sind wir in einigen Bereichen, wie zum Beispiel den erneuerbaren Energien, in unseren betrieblichen Abläufen gut vorangekommen und haben einige äußerst wichtigen Erkenntnisse gewonnen, mit denen sich erste Verbesserungen in unseren Lieferketten erzielen lassen. 

Uns ist bewusst, dass es einige Zeit dauern wird, um die wesentlichen Ergebnisse zu liefern, die wir im Rahmen unserer Verpflichtungen sehen wollen. Das heißt jedoch nicht, dass wir uns unendlich viel Zeit lassen. Wir sind stolz auf unsere Teilnahme an der UN-Generalversammlung und der Klimawoche in New York. Und wir haben uns verpflichtet, unseren Teil dazu beizutragen, unser Bestes für morgen zu geben, indem wir die Art und Weise, wie wir heute arbeiten, verändern. 

#GenerationForChange 

Video-Datei
Mehr von Mars