Frohes neues Jahr – auch für unsere Vierbeiner?
„Better Cities for Pets“

Das neue Jahr möchte mit ordentlichem Getöse und viel Knallerei begrüßt werden. Der Lärm und die bunten Lichter gefallen allerdings nicht allen. Besonders für unsere Haustiere bedeutet Silvester Stress. Sie leiden oft darunter, verkriechen sich ängstlich unter Betten, verstecken sich in dunklen Ecken oder rennen weg.


„Tiere machen unsere Welt zu einem besseren Ort. Deshalb wollen wir die Welt zu einem besseren Ort für Tiere machen. Im Rahmen unseres globalen Programms BETTER CITIES FOR PETS machen wir uns stark für eine gute und verantwortungsvolle Tierhaltung und wollen Städten und Gemeinden helfen, ein tierfreundliches Umfeld auszubauen. Unser Ziel ist es, dass mehr Menschen mit Tieren in Berührung kommen und von ihrem positiven Beitrag für unsere Gesellschaft profitieren“, sagt Claudia Houben, Veterinärin bei Mars Petcare. „Was können wir also tun, um unseren geliebten Vierbeinern das Leben zu erleichtern und sie auf die jährlichen Silvester-Feuerwerke vorzubereiten? Wir haben für Sie fünf hilfreiche Tipps zusammengestellt.“


Tipp 1: Rückzugsorte schaffen
Hunde und Katzen haben ein sehr viel feineres Gehör als wir Menschen. Sie können ganz andere Frequenzen hören als Menschen. Silvesterfeuerwerke bedeuten für sie besonders viel Stress, weil sie z.B. hören was wir nicht hören können. Es ist wichtig, dem Tier die Möglichkeit zu geben, sich zurückzuziehen. Der Raum, in dem sich das Tier aufhält, sollte daher nicht zur Straße gelegen sein. Fenster sollten geschlossen bleiben, um die Lautstärke des Feuerwerks zu dämpfen. Auch Körbchen, Futternapf und Katzenklo sollten an einem ruhigen Ort stehen – wenn möglich im gleichen Raum. Außerdem sollten die Räume abgedunkelt sein, damit die Lichteffekte nicht so deutlich wahrgenommen werden. Für Katzen sollten Verstecke und Kuschelhöhlen, für Hunde das Lieblingsbett aufgestellt werden.


Tipp 2: Spaziergänge
Die Silvesterknallerei beginnt meist schon Tage vorher und hält nach Neujahr noch einige Zeit an. In der Silvesterzeit sollten Hunde daher immer angeleint sein, damit sie nicht in Panik geraten und weglaufen. Machen Sie am Silvestermorgen einen längeren Spaziergang, bei dem sich der Hund ordentlich auspowern kann. Am besten in der freien Natur, im Wald, auf Feldern und Wiesen, wo sich wenig Menschen aufhalten und die Umgebung ruhig ist. Katzen, die viel im Freien herumlaufen, sollten schon frühzeitig in die Wohnung geholt werden. Drehen Sie die letzte Runde mit Ihrem Hund lange genug bevor das Feuerwerk beginnt. Wenn Sie abends doch nochmal vor die Tür müssen, achten Sie darauf, dass ihr Hund nicht durch herumliegende Scherben oder Blindgänger läuft und führen ihn daher an der Leine. Sollte sich Ihr Tier doch verletzt haben, suchen Sie in jedem Fall einen Tierarzt auf. Schauen Sie im Vorfeld, welcher Tierarzt in Ihrer Gemeinde Notdienst hat.


Tipp 3: Das richtige Verhalten des Halters
Es ist wichtig, selbst ruhig zu bleiben und das Tier nicht übermäßig zu verhätscheln. Behandeln Sie ihren Vierbeiner ganz normal und bleiben Sie bei der Alltagsroutine. Katzen und Hunde orientieren sich am Verhalten ihres Halters. Eine ruhige Ausstrahlung ist daher wichtig, denn das vermittelt den Vierbeinern ein Gefühl von Gewohnheit.


„Anzeichen für Stress und Angst bei Hunden sind beispielsweise Nahrungsverweigerung, heftiges Zittern, starkes Hecheln oder andauerndes Jaulen. Versuchen Sie möglichst wenig auf das ängstliche Verhalten Ihres Hundes einzugehen und signalisieren Sie ihm Sicherheit indem Sie Ruhe und Gelassenheit ausstrahlen. Verzichten Sie auf „tröstendes in den Arm nehmen“, dies wird vom Tier als Bestätigung für sein Verhalten aufgefasst“, weiß Claudia Houben. Es kann auch helfen, Ihren Vierbeiner durch Spielen abzulenken. Wenn ihr Haustier nachweislich extrem unter Angst und Stress am Silvesterabend leidet, sollten Sie es nicht allein lassen, rät die Veterinärin.

Tipp 4: Tierarzt um Rat fragen
Veterinärin Claudia Houben rät: „Extreme Angst erkennen Sie bei Ihrem Tier beispielsweise an starkem Hecheln, Zittern, unkontrolliertem Urin und / oder Kot Absatz, Winseln, lautem Bellen oder Aggressivität. Wenn auch bereits bekannt ist, dass Ihr Haustier übermäßig ängstlich ist, ziehen Sie frühzeitig Ihren Tierarzt zu Rate und informieren Sie sich über Möglichkeiten, wie Sie Ihrem geliebten Vierbeiner helfen und ihn beruhigen können. Geben Sie auf keinen Fall Beruhigungsmittel aus Ihrer Hausapotheke.“


Tipp 5: Kennzeichnung und Registrierung
Silvester ist für Hunde und Katzen ein absoluter Stressfaktor. Gerade Katzen, die viel im Freien herumstromern und Hunde, die nicht angeleint sind und panisch die Flucht ergreifen, wenn plötzlich ein Böller explodiert, sind besonders gefährdet. Daher ist es wichtig, Ihr Haustier zu registrieren, damit es den Weg nach Hause findet, wenn es entläuft. Laut einer Umfrage von 2018 im Auftrag des Deutschen Tierschutzbundes sind 54 % aller Hunde und Katzen nicht in einem Haustierregister registriert. Ändern Sie das für Ihr Haustier und registrieren Sie es beispielsweise bei FINDEFIX, dem Haustierregister des Deutschen Tierschutzbundes. Seit mehr als 35 Jahren hilft der Deutsche Tierschutzbund mit diesem Service bei der Rückvermittlung von Haustieren. Damit ist FINDEFIX das älteste Angebot dieser Art in Deutschland und das einzige Register, das von einer gemeinnützigen Tierschutzorganisation geführt wird.

 

Über Claudia Houben
Claudia Houben studierte Tiermedizin in Hannover und ist seit 1997 bei Mars Petcare als Tierärztin zur Vermittlung und Nutzung tiermedizinischen Wissens tätig. Sie entwickelt Fortbildungsveranstaltungen und führt diese selbst lokal, regional und global an tiermedizinischen Universitäten vor Studenten, Tierärzten, TFAs, Handelspartnern und Mars-Mitarbeitern durch. Zudem arbeitet sie an der Entwicklung und Umsetzung der Mars-Internetseiten zur Bereitstellung von Wissen und Werkzeugen für Tierärzte und Tiermedizinstudenten.

 

Über BETTER CITIES FOR PETS
Tiere machen unsere Welt zu einem besseren Ort und tun unserer Gesellschaft nachweislich gut! Internationale Studien belegen, 9 von 10 Befragte in den USA fühlen sich dank ihres Haustieres weniger einsam.* Auch im Rahmen einer lokalen Studie in Hamburg, wurde dieses Empfinden bestätigt. So fühlen sich 89% der befragten Hamburger weniger einsam.** Darüber hinaus reduzieren sie Stress, unterstützen uns beim Lernen, stärken unsere sozialen Kontakte und machen uns glücklicher und gesünder. Deshalb hat es sich Mars Petcare zur Aufgabe gemacht, den Tieren etwas zurück zu geben und unsere Welt zu einem besseren Ort für sie zu machen.


Mit der globalen Initiative BETTER CITIES FOR PETS setzt sich das Unternehmen für eine verantwortungsvolle Tierhaltung ein und möchte Städten und Gemeinden dabei helfen, ein tierfreundliches Umfeld aufzubauen und bestehende Hürden für Haustierhaltung aus dem Weg zu räumen. Ziel ist es, dass mehr Menschen mit Tieren in Berührung kommen und von ihrem positiven Beitrag für unsere Gesellschaft profitieren. Zum Programm BETTER CITIES FOR PETS von Mars Petcare gehören beispielsweise Hilfestellungen und wichtige Informationen für Menschen mit Tier, die eine Wohnung suchen oder Tipps, die bei der Adoption von Heimtieren beachtet werden sollten. Weiterhin bietet das Programm Tools und Richtlinien für Arbeitgeber, die Tiere am Arbeitsplatz integrieren möchten und arbeitet beispielsweise mit den Johannitern zusammen, um Besuche bei Senioren (z.B. in Seniorenheimen) und Kindern (Hunde als „Lesehilfe“) zu fördern. Auch die Zusammenarbeit mit dem Deutschen Tierschutzbund ist Teil von BETTER CITIES FOR PETS, um u. a. die Vermittlung und Registrierung von Heimtieren zu unterstützen.


* https://www.waltham.com/news-events/human-animal-interaction/pets-against-loneliness/5788/
** Repräsentative Online-Befragung zum Thema „Haustierhaltung“ unter Personen in Hamburg ab 18 Jahren, Statista 2019

 

Mars GmbH
Johanna Müller