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Cocoa for Generations – Kakao für Generationen
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Heute den Kakao von morgen retten
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Wir investieren mehr als 1 Milliarde US-Dollar in eine nachhaltige Lieferkette für unseren Kakao.
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Unser Unternehmen stellt seit über 100 Jahren Schokoladenerzeugnisse her, die zu den beliebtesten auf der ganzen Welt gehören. Wir wissen jedoch, dass nachhaltige Kakaoproduktion unerlässlich ist, damit auch künftige Generationen in den Genuss von Schokolade kommen können. 

Im Rahmen unseres Sustainable in a Generation Plan, der darauf abzielt, einen gesunden Planeten zu schaffen, den Menschen zu Erfolg zu verhelfen und das Wohlbefinden zu fördern, beschäftigen wir uns eingehend mit allen Aspekten unserer Geschäftstätigkeit und damit, wie die Zutaten, die wir für unsere Produkte verwenden, angebaut und geerntet werden. Dazu gehört natürlich auch der Kakao für unsere Marken wie M&Ms®, Twix®, Dove® und Snickers®.

Leider entspricht die derzeitige Lieferkette für Kakao nicht unseren Bestrebungen. Wir bei Mars sind bereit, einen neuen Ansatz zu verfolgen, der den Kakaobauern, ihren Familien und ihren Dörfern einen Weg für ein besseres Leben öffnet. Cocoa for Generations ist unser Beitrag und wir möchten, dass sich andere uns in der Entwicklung effektiver, skalierbarer und innovativer Lösungen anschließen. Wir werden unsere Strategie für Cocoa for Generations in den nächsten 10 Jahren mit einer Investition von mehr als 1 Milliarde US-Dollar unterstützen. Dabei werden wir unsere Bemühungen auf zwei Säulen konzentrieren, um Kleinbauern dabei zu helfen, ein höheres Einkommen zu erzielen, um Kinder zu schützen und um den Baumbestand zu erhalten. Wir werden auch daran arbeiten, den Code für ein Modell für modernen nachhaltigen Kakaoanbau der Zukunft zu entschlüsseln.


Cocoa for Generations – Kakao für Generationen 

Letztes Jahr starteten wir unseren Sustainable in a Generation Plan, der unser globales Unternehmen dazu verpflichtet, systematische Veränderungen herbeizuführen, die den Menschen und dem Planeten zugutekommen. Dieser Plan hat uns dazu veranlasst, unsere Nachhaltigkeitsstrategie für Kakao grundlegend zu überdenken. 

Im Laufe der Jahre haben wir Fortschritte in der Bewältigung sozialer und ökologischer Herausforderungen des Kakaosektors gemacht und dabei fast 180.000 Bauern mit Zertifizierung erreicht und die Durchschnittserträge der teilnehmenden Betriebe erhöht.

Wir sind jedoch mit dem Tempo unserer Fortschritte und in der Branche insgesamt unzufrieden. Trotz der Fortschritte haben die Bauern keine angemessen schnelle Verbesserungen ihres Einkommens oder ihrer Lebensbedingungen erfahren. Kinder arbeiten weiterhin unter gefährlichen Bedingungen und es gibt erhebliche Lücken beim Zugang zu sicherer und qualitativ hochwertiger Schulbildung. In der Lieferkette des Kakaos wird weiter abgeholzt und Landwirtschaft in geschützten Waldgebieten betrieben. Die Wirtschaft und die Regierung müssen anders denken und handeln, wenn Familien von Kakaobauern künftig ein besseres Leben haben sollen.

Cocoa for Generations ist unser Beitrag. Dabei bilden zwei Säulen die Grundlage für unser Engagement: Responsible Cocoa Today (Verantwortlicher Kakaoanbau heute) und Sustainable Cocoa Tomorrow (Nachhaltiger Kakaoanbau für die Zukunft). Zudem laden wir andere ein, sich uns bei der Entwicklung effektiver, skalierbarer und innovativer Lösungen anzuschließen.

Responsible Cocoa Today

Die erste Säule von Cocoa for Generations ist Responsible Cocoa Today. Ziel ist es, dass bis 2025 100 Prozent unseres Kakaos weltweit nachweislich aus verantwortungsvoll bewirtschafteten Quellen stammt.

Diese Säule geht über das derzeitige Niveau der Zertifizierungsstandards und -praktiken hinaus und verpflichtet uns zu Maßnahmen in drei Schwerpunktbereichen, in denen Kakaobauern, ihre Gemeinschaften und die Umwelt im Mittelpunkt unserer Bemühungen stehen:

Kinder schützen

 

Im Kakaosektor arbeiten viel zu viele Kinder unter gefährlichen Bedingungen. Erste Ergebnisse zeigen, dass Programme zur Überwachung und Bekämpfung der Kinderarbeit (child labor monitoring and remediation programs, kurz CLMRS) das Potenzial haben, den Anteil an gefährlicher Kinderarbeit in den teilnehmenden Familien zu halbieren. Wir werden mit unseren Lieferanten und Zertifizierungsstellen zusammenarbeiten, um das in unserer Responsible-Cocoa-Today-Lieferkette implementierte CLMRS zu verbessern und weiterhin dazu beizutragen, die Bildung in Gemeinschaften von Kakaobauern zu verbessern und dabei den Schwerpunkt auf qualitativ hochwertige Schulen zu legen. Es ist unerlässlich, dass Kinder in Gemeinschaften, in denen Kakao angebaut wird, eine sichere Alternative zur Arbeit und die Chance auf ein besseres Leben haben.
 

 

Unser Ziel ist es, bis 2025 eine globale Lieferkette für Kakao ohne Abholzung zu erreichen.
Unser Engagement, das durch den von Mars im letzten Jahr angekündigten Cocoa-for-Generations-Plan untermauert wird, soll verdeutlichen, dass es notwendig ist, der Abholzung entgegenzuwirken. Das erreichen wir, indem mehr Kakao auf bestehenden, legalen landwirtschaftlichen Flächen angebaut wird, ohne dabei verbleibende Wälder in Anspruch zu nehmen. Wir erwarten von Kakaobetrieben, die unseren Kakao liefern und im Responsible-Cocoa-Today-Programm sind, satellitengestützte GPS-Ortung bereitzustellen, damit wir die Sicherheit haben, dass der Kakao nicht aus geschützten Waldgebieten stammt. Im Rahmen unseres Transparenz-Versprechens und als Teil unseres Beitrags zur Cocoa and Forests Initiative veröffentlichen wir die Herkunftsländer unseres Kakaos und unsere derzeitigen Lieferanten der ersten Ebene. Wir machen auch Fortschritte in der Rückverfolgbarkeit der Gruppen von Bauern der zweiten Ebene und der Bauern der dritten Ebene sowie bei unseren detaillierten Aktionsplänen für die Elfenbeinküste und Ghana, wo mehr als 65 % des weltweiten Kakaos angebaut wird. 2020 werden wir Aktionspläne für Indonesien, Brasilien und Kamerun veröffentlichen und eine Risikobewertung für Ecuador abschließen, damit wir wissen, worauf wir unsere Bemühungen in dieser Region konzentrieren müssen. 

 

 

Unser Ziel ist es, das Einkommen der Bauern aus dem Kakaoanbau zu steigern. Unser erster grundlegender Schritt wird eine Zusammenarbeit mit Partnern sein, um das Modell für die Prämien, die wir für verantwortungsvoll angebauten Kakao zahlen, zu überarbeiten. So soll sichergestellt werden, dass die Bauern einen höheren Anteil an der Prämie erhalten. Gemeinsam mit anderen werden wir außerdem weitere branchenweite Entwicklungen und Partnerschaften ausloten und fördern, die dazu beitragen, dass Bauern mehr Einnahmen mit dem Kakaoanbau erzielen können.
 

Die Implementierung dieses neuen Ansatzes bedeutet jedoch keine Änderung der Menge an Kakaozertifizierungen durch die Rainforest Alliance und Fairtrade. Die Zusammenarbeit mit beiden Unternehmen wird fortgesetzt, um weiterhin die Maßstäbe innerhalb des Kakaosektors anzuheben. Mars lobt die Bemühungen beider Zertifizierungsunternehmen, einzelne Bauern in Gruppen und Genossenschaften zu organisieren und zertifizierten Bauerngruppen Schulungen anzubieten und entsprechende Managementsysteme zu implementieren. Mars wird weiterhin eng mit den beiden Unternehmen zusammenarbeiten, um Audit-Kontrollen, die Überwachung der Kinderarbeit, die Rückverfolgbarkeit und die an Bauern ausgezahlten Prämien zu verbessern. Im Zuge weiterer messbarer Bemühungen wird Mars diese neuen, strengeren Ansätze weiterhin auf den für seine Produkte verwendeten Kakao anwenden.

Sustainable Cocoa Tomorrow

 

 

Unterstützung langfristiger Investitionen mit Agrarentwicklungsplänen: Agrarentwicklungspläne sind Unterstützungspakete, die auf jeden landwirtschaftlichen Haushalt zugeschnitten sind. Wir glauben, dass sie das Potenzial haben, die Kakaoerträge pro Hektar zu verdoppeln und den Bauern Zugang zu Finanzmitteln zu ermöglichen.

 

 

Verbesserung der Haushaltseinkommen mit diversifizierter Landwirtschaft, Agroforstwirtschaft und anderen Alternativen: Wir werden uns weiterhin für die Vorteile von diversifizierter Landwirtschaft und guten Modellen von Agroforstwirtschaft über z. B. andere liquide Mittel, Holz und Nutzpflanzen, Viehbestände und Einkommen außerhalb der Landwirtschaft einsetzen.

Unterstützung von Gemeinschaften durch Stärkung der Frauen über Mikrofinanzierung: Wir werden die Spar- und Darlehensprogramme in Dörfern für Männer und Frauen in ihren Gemeinschaften, in denen Kakao angebaut wird, ausweiten, um Kompetenzen im Finanzbereich, Ersparnisse der Haushalte und Aktivitäten, bei der Frauen Einkommen generieren, zu stärken.

 

 

Änderung des Einkaufsverhaltens zum Vorteil der Bauern: Wir werden den Bezug unseres Kakaos aus dem Responsible-Cocoa-Programm von kurzfristigen Transaktionen auf langfristige Partnerschaften mit Kakaolieferanten und -bauern umstellen. Wir hoffen, dadurch die Planbarkeit und Effizienz unserer Investitionen zu verbessern und den Mehrwert für die Bauern und ihre Gemeinschaften zu erhöhen.

Fortschritt teilen

Während wir unsere auf diesen Säulen basierenden Ziele verfolgen, werden wir unsere Fortschritte, Herausforderungen und gewonnenen Erkenntnisse teilen. Wir werden aktiv mit der Industrie, den Regierungen und anderen zivilgesellschaftlichen Partnern in den Dialog treten und zusammenarbeiten, um nach Lösungen und Resultaten für die Familien der Kakaobauern zu suchen, die beiden Seiten zugute kommen. Wir werden weiterhin vorwettbewerblich mit unseren Kollegen und Lieferanten zusammenarbeiten und dabei den gemeinsamen Lernprozess mithilfe von Branchenforen beschleunigen, so zum Beispiel über die World Cocoa Foundation (und ihre CocoaAction-Plattform).

Forschung und Wissenschaft

Kakaobauern produzieren nur 10 Prozent der Produktionsmenge, die sie mit den besten Methoden unter perfekten Bedingungen erzielen können. Im Gegensatz dazu erreicht die Maisproduktion 60 Prozent ihres theoretischen Ertrags. Die Forschung im Bereich Kakaoanbau, die üblicherweise von Regierungen, landwirtschaftlichen Behörden oder Universitäten finanziert wird, ist seit langem mit unzureichenden Ressourcen ausgestattet und es wird viel zu wenig geforscht oder finanziert. Wir bei Mars sind der Ansicht, dass unsere Bemühungen in der Forschung dazu beitragen können, die Produktivität der Bauern, auf die wir angewiesen sind, zu steigern. Deshalb fördern wir die Bereitstellung von finanziellen Mitteln für die Forschung im Kakaosektor.

Unsere Arbeit basiert auf einem Netzwerk von Forschungsfarmen von Mars, z. B.:

  • Das Mars Center for Cocoa Science in Bahia, Brasilien: Das im Jahr 1982 eröffnete Zentrum ist ein Knotenpunkt für erstklassige Forschung und Zusammenarbeit. Schwerpunkt der Arbeit sind Kakaozucht, Agroforst-Systeme, artenreiche Umgebungen und Wiedernutzbarmachung von Flächen. 
  • Hacienda La Chola in Guayaquil, Ecuador: Dank der Hacienda La Chola, einer der weltweit führenden Forschungsfarmen für Kakaoerträge und Bewirtschaftungspraktiken, kann Mars verstärkt im Bereich Pflanzenwissenschaft forschen und umfassende Testergebnisse auswerten.
  • Mars Edge auf Sulawesi, Indonesien: Mars startete seine geschäftlichen Aktivitäten in Indonesien mit der Gründung der ersten ausländischen Kakaoverarbeitungsfabrik in Makassar, Sulawesi. Das Unternehmen und die Fabrik wurden 2012 erweitert und derzeit sind dort mehr als 300 Mitarbeiter beschäftigt. Mars betreibt auch zwei Kakao-Forschungszentren auf Sulawesi. Dort werden die Qualität und Produktivität von Kakao in Indonesien durch die Züchtung überlegener Klone, integrierte Schädlingsbekämpfung, Bodenbewirtschaftung und diversifizierte Anbausysteme verbessert.

    Seit 2013 hat Mars direkt über das Netzwerk der vier Kakao-Entwicklungszentren in Süd-Sulawesi 120 auf Kakao spezialisierte Doktoren ausgebildet. Diese Unternehmer beraten und coachen 12.000 Bauern direkt in ihren Dörfern. Mars arbeitet auch aktiv mit acht Berufsschulen zusammen und hat einen Lehrplan rund um das Thema Kakao erstellt, um junge Menschen zu ermutigen, im Kakaoanbau und im Kakao-Geschäft tätig zu werden.

Eine unserer Errungenschaften, auf die wir besonders stolz sind, ist unsere Zusammenarbeit mit IBM und dem Zentrum für Agrarforschung des Landwirtschaftsministeriums der Vereinigten Staaten, bei der wir die Sequenzierung von Kakao-Genomen entschlüsselt haben. Mittlerweile nutzen Wissenschaftler auf der ganzen Welt diese Ergebnisse, um widerstandsfähigere und ertragreichere Kakaopflanzen zu züchten.

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